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Behutsam und vorsichtig ans Ziel

Desensibilisierung

Alles will gelernt sein!

Unter Desensibilisierung verstehen wir das langsame, schrittweise Heranführen eines Kindes an die Behandlung. Sinnvoll ist sie grundsätzlich für alle Kinder, die vom Typ eher ängstlich, zurückhaltend oder vorsichtig oder noch sehr jung sind. Diese Kinder sind durch zu viele neue Instrumente und Situationen, die zu schnell auf sie einwirken, oft überfordert. Wird Ihnen aber eine Behandlung in engmaschigen Kontrolluntersuchungen und Prophylaxesitzungen schrittweise näher gebracht, sind sie oft bei einer späteren Behandlung kooperativ, weil ihnen ja schon viele Instrumente und Geräusche vertraut sind.

Hypnose

Einfach abschalten!

Hypnotische Sprachmuster sind ein wirkungsvolles Instrument zur Unterstützung der angst- und schmerzfreien Behandlung. Sie hat nichts mit Hexerei oder Fremdbestimmung zu tun, sondern macht sich die natürlichen Entspannungszustände und die Phantasie der Kinder zunutze. Sie ermöglicht, dass ihr Kind verstärkt angenehme Dinge wahrnimmt, unangenehme eher in den Hintergrund treten, und ihr Kind unsere Praxis mit einem guten Gefühl verlässt.

Was tun wir?

  • Verwendung positiver Begriffe
  • Erklärungen in kindgerechter Sprache
  • Verstärkung des positiven Gefühls durch Lob
  • Erzählen von Geschichten
  • Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit durch andauernden Körperkontakt

Zustand Ihres Kindes:

  • reduziertes Schmerzempfinden
  • veränderte Zeitwahrnehmung
  • konzentriert sein auf sein Inneres (Introspektion)
  • dadurch weniger Ablenkung durch äußere Reize
  • positive Erinnerung an die Behandlung

Lachgas

Die moderne Lachgasbehandlung hilft ihrem Kind, während der Behandlung zu entspannen. Während der Behandlung notwendig werdende Maßnahmen, wie z. B. das Setzen einer Betäubungsspritze, werden dadurch viel besser akzeptiert. Bei der Behandlung atmet das Kind ein Lachgas-Sauerstoffgemisch durch eine kleine Nasenmaske ein. Das Kind bleibt dabei völlig wach und ansprechbar. Die sogenannte Lachgasanalgesie ist damit eine sehr einfache und sichere Beruhigungsmethode, die nicht mit einer Vollnarkose zu verwechseln ist. Wir beraten Sie gerne, ob für Ihr Kind eine Lachgasbehandlung sinnvoll ist.

Zustand Ihres Kindes:

  • Gefühl der Entspannung
  • Verlust des Zeitgefühls
  • Konzentration auf das Innere, äußere Reize werden weniger wahrgenommen
  • Vermehrte Bereitschaft zum positiven Denken

Vorteile der Lachgasbehandlung:

  • Möglichkeit der positiven Beeinflussung durch suggestive Wortwahl
  • Durch Verlust des Zeitgefühls auch länger andauernde Behandlungen möglich
  • Behandlung bei vollem Bewusstsein, daher sehr sicher für das Kind
  • Sehr gute Verträglichkeit
  • Nach Absetzen des Gases sofortiger Eintritt in den Normalzustand
  • Durch das Gefühl der Entspannung wird die Behandlung als angenehm empfunden, das Kind verlässt die Praxis mit einem guten Gefühl

Sedierung

Eine Sedierung kann sinnvoll sein bei jungen, ängstlichen Kindern und kleinen, kurzen Eingriffen, um ihnen ein negatives Zahnarzterlebnis zu ersparen. Das Sedierungsmittel ist ein Medikament, das die Angstgefühle stark vermindert. Oft bewirkt es auch, dass sich die Kinder im Nachhinein nicht mehr an die Behandlung erinnern. Dadurch ist es möglich, auch sehr ängstliche oder unkooperative Kinder zu behandeln oder unangenehme Eingriffe durchzuführen, ohne das Kind durch die Behandlung zu traumatisieren. Die Sedierung wird unter Aufsicht eines erfahrenen Anästhesisten durchgeführt.

Narkose

Bei einigen Kindern ist es notwendig, eine Zahnsanierung in Narkose durchzuführen. Gerade bei kleinen Kindern mit stark zerstörten Zähnen ist die Behandlung in Allgemeinanästhesie oft der beste und schonendste Weg zu einem gesunden Gebiss. Die Narkose wird in unserer Praxis von einem erfahrenen Anästhesieteam durchgeführt. Das Kind muss zur Behandlung nüchtern sein. Es bekommt ca. eine halbe Stunde vor dem Eingriff einen Beruhigungssaft, der müde macht und die Angst nimmt. Dadurch wird die Narkoseeinleitung erleichtert und angenehmer. Das Kind ist bereits nach wenigen Minuten eingeschlafen. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen Sie als Eltern bei Ihrem Kind bleiben. Während des gesamten Eingriffs wird ihr Kind vom Anästhesisten überwacht. Nach der Behandlung dürfen die Eltern mit ihrem Kind in einem eigenen Aufwachzimmer bleiben, bis es ausgeschlafen hat und nach ca. 1-2 Stunden vom Anästhesisten entlassen wird. Bei einer Behandlung in Narkose werden grundsätzlich alle Zähne optimal versorgt, um das Kind möglichst lange von einer Behandlungsnotwendigkeit zu befreien und einen sonst ggf. notwendig werdenden Zweiteingriff zu vermeiden.